Wir über uns


 
 

Es gab nicht viele, die Anfang der 70er Jahre daran glaubten, daß aus der verschlammten, aufgespülten Wiese zwischen der Königsstraße und der Friedrich-Ebert-Straße in Warsingsfehn einmal das heutige Moormerländer Zentrum entstehen sollte. Die Eheleute Klaus und Hilde Lachmund glaubten daran und bauten mit dem VELA-Markt 1974 das erste, für die damaligen Verhältnisse riesige Gebäude auf diesem Gelände. Es war mit einer Verkaufsfläche von 1.500 qm der sprichwörtliche Verbrauchermarkt auf der grünen Wiese, der nun auch in Moormerland seinen Siegeszug antrat.

Dieser seinerzeit vielfach als "gewagt" oder "mutig" bezeichnete Schritt brachte der noch jungen Gemeinde Moormerland das erste große Einkaufszentrum und er erwies sich als zukunftsweisend. Nach und nach entstanden das Rathaus, das Schulzentrum und zahlreiche weitere Gewerbeansiedlungen. Und noch immer herrscht hier rege Bautätigkeit.

Bereits im April 1967 hatten sich die Eheleute Lachmund selbständig gemacht und an der Westerwieke in Jheringsfehn ihr eigenes Lebensmittelgeschäft, den ersten 150 qm großen "netto-Markt" eröffnet. Im November 1968 kam an der Königstraße in Warsingsfehn ein zweiter mit rund 170 qm Verkaufsfläche dazu.
Den hektischen Aufbaujahren folgte nach einer kurzen Phase erfolgreicher Kontinuität die erste große Herausforderung: In Leer eröffnete 1972 der Multi-Verbrauchermarkt.

Auch für die Lachmunds erwies sich dieser neue Vertriebstyp als harter Konkurrent. Sie erkannten jedoch schnell genug, daß nur in ähnlicher Größenordnung eine erfolgreiche Behauptung im Wettbewerb zu leisten wäre. So wurden dann im April 1974 die beiden netto-Märkte zum großen VELA-Markt zusammengeführt.

Das Angebot des VELA-Marktes an Fleisch, Obst und Gemüse und anderen Lebensmitteln war in seiner Reichhaltigkeit, Frische und Qualität bei gleichzeitig niedrigsten Preisen für Warsingsfehn revolutionär. Die Skeptiker, die an den Erfolg des VELA-Marktes nicht glauben wollten, waren schnell verstummt. Das Bild rechts, aufgenommen Mitte der 70er Jahre zeigt, daß vor der Fleischtheke die Kunden oft in Reihen anstanden.

Der Eingangsbereich des VELA-Marktes befand sich bis zum Jahre 1986 an der breiten Hausseite zur Heinrich-Lübke-Straße hin.

Der durchschlagende Erfolg des VELA-Marktes motivierte auch andere Gewerbetreibende, sich im Fehntjer Zentrum anzusiedeln. 1975 entstand neben dem Verbrauchermarkt das erste Bankgebäude im Zentrum, das von der Raiffeisenbank errichtet wurde. Heute befindet sich in diesem Gebäude der VELA-Gartenmarkt, die Raiffeisenbank zog um an die Rudolf-Eucken-Straße.

1986 wurde die Verkaufsfläche des VELA-Marktes durch einen 1.500 qm großen Neubau in unmittelbarer Nähe verdoppelt. Die ursprünglichen Pläne einer direkten Erweiterung waren von der Gemeinde Moormerland stets abgelehnt worden. Im alten Gebäude wurden fortan die Lebensmittel angeboten, im neuen die Nonfood-Artikel.

 

Obwohl der VELA-Markt zum Urgestein des Moormerländer Zentrums gehört, hat er sich neuen Marktentwicklungen immer rasch anpassen können. 1994 entstand im angrenzenden ehemaligen Gebäude der Raiffeisenbank ein Gartenmarkt mit einer Innenfläche von 220 qm und einer 1.500 qm großen Außenverkaufsfläche. Im Winter wird die Innenfläche als Weihnachtsmarkt genutzt.

Am 17. September 2001 wurde nach einjähriger Bauzeit der bisherige VELA-Nonfood-Markt erheblich vergrößert und mit der neuen VELA-Einkaufswelt auf einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 5.000 qm eines der größten Kaufhäuser in Ostfriesland eröffnet.

 

Der VELA-Markt und die Raiffeisenbank in den 70er Jahren, gesehen vom Baugerüst des gerade im Bau befindlichen Moormerländer Rathauses.